Graphologie Grafologie. Informationsplattform für Grafologie, Handschrift und Schreiben

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Definition, Methodik und Vorgehen der Grafologie

Definition

Die Bezeichnung "Graphologie" ist abgeleitet vom griechischen 'graphein' (schreiben) und 'logos' (Wort, Lehre). Sie wurde erstmals von Jean-Hippolyte Michon so genannt.

Grafologie ist jene Disziplin der Ausdruckspsychologie, die den Zusammenhang zwischen handschriftlichen Merkmalen und Persönlichkeitsmerkmalen erforscht und zu psychodiagnostischen Zwecken anwendet. Die Handschrift wird dabei als eine „sprachlich-graphisch-signifikative Werkgestalt" hohen Individualitätsgrades betrachtet und als „Wesensausdruck der Person" nach praktisch bewährten Regeln ausgewertet.

Methodische Ansätze

Man kann innerhalb der Grafologie verschiedene Forschungsrichtungen und Arbeitsstile unterscheiden:

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Vorgehen

Bei einer grafologischen Untersuchung werden zunächst ganzheitliche Kriterien erfasst. Man spricht auch von sogenannten Eindruckscharakteren und Anmutungsqualitäten des graphischen Ausdrucks.

Je nach Methode sind die folgenden Aspekte wichtig:

Damit wird ein individuell-psychischer Rahmenbefund der zu untersuchenden Handschrift definiert.

Anschliessend werden zahlreiche graphische Einzelmerkmale erfasst, unter anderem Schreibtempo, Verbundenheitsgrad, Grösse, Weite, Lage, Bindungsformen, Druckstärke, Gestaltung von Anfangsbuchstaben und von Endzügen, Längenunterschiedlichkeit, Verknüpfung usw.

Diese Einzelmerkmale werden in Ausprägungsgrad und Häufigkeit systematisch protokolliert.

Auf dem Hintergrund der ganzheitlichen Kriterien können die Einzelmerkmale gemäss ihrem Ausdrucksgehalt für die jeweilige Schrift interpretiert werden. Dabei spielen Erkenntnisse von verschiedenen psychologischen Schulen eine wichtige Rolle.

Bei diesen Untersuchungen sind allfällige "Störfaktoren" zu berücksichtigen. Das können etwa sein:

Im allgemeinen wird die Auswertbarkeit der Handschrift durch derartige Einflüsse erschwert, jedoch nicht aufgehoben.

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Gütekriterien, die für die Grafologie sprechen

Die Merkmale der Handschrift von einer Person zeigen hohe Konstanz.

Die Objektivität ist hoch.

Es besteht weiterer Forschungsbedarf in Bezug auf die Validität.

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Anwendungsbereiche

Am häufigsten wird die Grafologie im Zusammenhang mit Stellenbesetzungen eingesetzt. Nach dem Urteil kompetenter Personalpraktiker kann sie - in der Hand des graphodiagnostisch begabten, spezifisch geschulten und betriebspraktisch erfahrenen Psychologen - auf diesem Gebiet eine wesentliche Entscheidungshilfe sein.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten der Grafologie bestehen

(Nach F. Dorsch, Psychologisches Wörterbuch)

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Detailliertere Erklärungen mit Illustrationen sind zu finden auf www.grapho.ch